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Aktuell
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Workshop und Diskussion Kulturvermittlung
Juliane Alton
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Queering Kultur -
Kulturvermittlung als kritische Praxis
Eine Tagung der IG Kultur Vorarlberg
Fr. 27. November 2009, Jüdisches Museum Hohenems
16:00 bis 20:30 Uhr
Kulturvermittlung wurde in den letzten Jahren vor allem als Dienstleistung betrachtet. Es ging darum, für ein vielfältiges Kulturangebot auch BesucherInnen zu finden. Im Widerspruch dazu ist aber Kulturvermittlung als wichtiger Bestandteil von Bildung zu sehen - nimmt sie doch für sich in Anspruch, eine kritische und emanzipatorische Praxis zu entwerfen.
Es geht darum, gegen Ausschluss- und Distinktionsmechanismen der Kultureinrichtungen anzugehen, diese Kritik an den Institutionen öffentlich sichtbar und verhandelbar zu machen. Selbstverständlich geht es auch darum, die Kulturvermittlung selbst einer kritischen Betrachtung zu unterziehen: Das Publikum wird nicht mehr als eine Ansammlung bedürftiger Individuen betrachtet. Stattdessen entwickelt sich ein Interesse an den unterschiedlichen Perspektiven des Publikums. Durchlässigkeit und Zugänglichkeit werden gefordert und erforscht. Fragen nach Bildung werden verhandelt („Bilden mit Kunst“).
Carmen Mörsch, Professorin an der Kunsthochschule Zürich, sieht „Kunstvermittlung als unabschließbarer Prozess kultureller Übersetzung“. Sie fordert die Auseinandersetzung mit der weißen, heterosexuellen Matrix der Praxis- und Wissensformen sowie mit identitären Positionen. Sie verlangt, sich ihres Gemachtseins und ihrer Wirkungsweise klar zu werden, sie zu durchkreuzen und zu verschieben – ohne dabei die Herrschaftsverhältnisse aus dem Blick zu verlieren.
Selbstironie, Maskerade und lustvolle Produktion von Bedeutungsüberschüssen sind Bestandteil von „Kulturvermittlung als kritische Praxis“.
Programm:
16.00 – 18.00 Uhr
Carmen Mörsch:
Einführung in den aktuellen Kulturvermittlungsdiskurs
Praxis der Kulturvermittlung und kontextuelle Fragestellungen, Erfahrungen von der Documenta 2007
Rubia Salgado:
Kulturvermittlung als emanzipatorische Praxis
Ausschlussmechanismen durchkreuzen, Sprecher/innenpositionen einnehmen, Erfahrungen mit MAIZ, Linz
19.00 Uhr
Podiumsdiskussion
Kulturvermittlung als unabschließbarer Prozess kultureller Übersetzung
Mit: Carmen Mörsch, Tanja Fuchs, Rubia Salgado und Helmut Schlatter
WER KOMMT? Welche Beziehungen pflegen Kultureinrichtungen zur lokalen Bevölkerung?
WER KOMMT NICHT? Welche Ausschlussmechanismen gibt es, wie können diese überwunden werden?
KRITISCHE PRAXIS? Was zeichnet zeitgemäße, reflektierte und emanzipatorische Kulturvermittlung aus?
Moderation: Sabine Benzer
Carmen Mörsch: Künstlerin, Kunstvermittlerin, wissenschaftliche Begleitung der Kunstvermittlung der documenta 12. Leitet das Institute for Art Education der Kunsthochschule Zürich
Rubia Salgado: Mitbegründerin des Vereins maiz.1995, Projekte an den Schnittstellevonn Bildungs-, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit. www.maiz.at
Tanja Fuchs: Museumspädagogin am Jüdischen Museums in Hohenems
Helmut Schlatter: Lehrer und freischaffender Kulturvermittler in Vorarlberg
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